Foto eines Auges
ÓMMA
Hier ausdrucken

Schieloperation

Von Prof. Dr. med. W. Bernauer

In vielen Situationen kann das Schielen durch eine korrekte Brille beseitigt oder verbessert werden. Bei der Hälfte der Schielkinder und einigen Erwachsenen muss die Fehlstellung aber durch eine Operation an den äusseren Augenmuskeln korrigiert werden.

In der Regel wird die Operation erst dann durchgeführt, wenn das Kind die Brille verlässlich trägt, mit beiden Augen annähernd gleich gut sieht und sich ausreichend untersuchen lässt. Das Ziel einer Operation ist die kosmetische Verbesserung des Schielens. Durch einen operativen Eingriff lässt sich der Schielwinkel verkleinern. Die Operation hat jedoch keinen Einfluss auf die Sehschwäche (Ambloypie) und macht meist auch die Brille nicht überflüssig. In einigen Situationen kann mit der Schieloperation eine qualitative Verbesserung des beidäugigen (räumlichen) Sehens erzielt werden.

Schieloperationen sind risikoarm und haben gute Erfolgsaussichten. Bei Kindern werden sie in Allgemeinnarkose ausgeführt. Nach der Operation ist das betroffene Auge vermehrt empfindlich, in der Regel etwa für 48 Stunden und vor allem bei Augenbewegungen. Bei der Operation wird das Auge weder herausgenommen noch aufgeschnitten. Der Augenarzt öffnet lediglich die gut heilende Bindehaut, um die Augenmuskeln zu regulieren. Von der Art der Fehlstellung und vom Ergebnis der Vorbehandlung hängt es ab, ob ein einmaliger Eingriff genügt.

top

Schielen